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Friday, January 2. 2009

Krischnas Weltengang — Nachwort

von Karl Eugen Neumann

Nachwort

Herr Dr. K. E. Neumann, dem ich für das Durchlesen dieser mythischen Blätter und für gar manche mir ge­wordene Anregung aus Vyākhyā, Tīkā und Samarthy­akatha auch hier sehr innigen Dank ausspreche, hat die große Güte gehabt mich zur Achtzehnten Andacht noch auf folgende bemerkenswerte Stelle aus dem Sagenbuch des Voigtlandes von Robert Eisel, Gera 1871, Seite 253 No. 635 hinzuweisen: »Auf einer Anhöhe beim Dorfe Stelzen steht, weithin kenntlich, der sogenannte Stelzenbaum. Es ist eine besondere, Niemand bekannte Baumart, seine Zweige und Blüthen aber vertreiben alle Schmerzen und Krankheiten und aus seiner Krone, wo sich oft fremd goldschimmernde Vögel aufhalten, klingen seltsame zauberische Töne hernieder. Schon sein Schatten lindert Kummer und allerlei Herzweh. Diejenigen endlieh, welche zu gewissen Tagen und Stunden auf seinen Wurzeln einschlafen, werden von beglückenden Träumen umfangen und zur Begeisterung hingerissen. — Den merkwürdigen Baum führt auch die Kirche des nahen Reuth in ihrem Siegel.«[1] Aehnliches erinnere ich mich einmal bei Tungusen erfahren zu haben.

Archangelsk, am 22. Juni n. St. 1898 geschrieben.

A. P.

565. Monotypesatz und Druck der Deutschen Buch- und
Kunstdruckerei, G. m. bH.,
Zossen―Berlin SW. 11.

❀  ❀  ❀  ❀

1) [Anm. d. Hrsg.: s. „Die Sagen um den Stelzenbaum”]

Inhaltsverzeichnis:

Krischnas Weltengang

»Krischnas Weltengang« — Internet-Ausgabe 2009

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