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Wednesday, June 20. 2007

Willkommen bei „buddhavacana.de”

Worte des Erwachten — Gedanken über die Lehre

Namo Tassa Bhagavato Arahato Sammā Sambuddhassa


Verehrung ihm, dem Erhabenen, Heiligen, Vollkommen Erwachten


Diese Seiten sind der Lehre des Erwachten gewidmet — dem Wort des Buddha — sowie jenen, die zu dieser Lehre sich hingeneigt und ihr zu folgen sich aufgerufen fühlen.

Das „Buddha­wort” (buddhavacana) — die ursprüng­liche Lehre des Erwachten — ist uns nach Über­zeu­gung der Betreiber dieser Inter­net­seiten und so erfah­re­ner Lehr­nach­fol­ger wie Paul Debes, Hellmuth Hecker und Fritz Schäfer, die über einen großen Schatz so­wohl an Lehr­kennt­nis als auch an eige­nem tiefen Er­fah­rungs­wis­sen ver­fügen, in Gestalt des Pāli­kanons noch heute in einem solchen Um­fange und in einer solchen inne­ren Wider­spruchs­frei­heit, Klar­heit und Güte über­liefert, daß noch immer der vom Erwachten ge­wiese­ne Pfad samt den durch ihn zu er­langen­den Früchten all jenen offen­steht, die ernst­haft ihm zu folgen — und ihn zu befolgen — bereit sind.


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Sunday, May 30. 2010

Allgemeine Rechtsgrundsätze in der buddhistischen Ordensverfassung

von Dr. Hellmuth Hecker

 

Erschienen in:
Verfassung und Recht in Übersee[1]
10. Jahrgang, Heft 1, 1977
Copyright © 1977 by
Dr. Hellmuth Hecker
mit freundlicher Genehmigung des Verfassers

Allgemeine Rechtsgrundſätze
in der buddhiſtiſchen Ordensverfaſſung (Vinaya)

— Teil I —

Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeines
    1. Entstehung des Vinaya
    2. Tradierung des Vinaya
    3. Gliederung des Vinaya
    4. Ordnung der Tatbestände des Pātimokkha
    5. Aufbau der einzelnen Regel
  2. Strafausschließungsgründe
    1. Nullum crimen sine lege
    2. Unzurechnungsfähigkeit
    3. Mängel des subjektiven Tatbestandes
    4. Rücktritt vom Versuch
    5. Befreiung wegen Erlaubnis
    6. Verwandtschaft
    7. Parapsychologisches
    8. Krankheit und Unfall
    9. Wichtiger Grund
  3. Mitgliedschaftsverhältnis
    1. Erwerb und Verlust der Mitgliedschaft
    2. Noviziat
    3. Ordinationsvoraussetzungen
    4. Ausbürgerungsgründe
  4. Streit und Streitschlichtung
    1. Auflehnungstatbestände
    2. Arten von Disziplinarmaßnahmen
    3. Streitschlichtungsverfahren
    4. Rangordnung
    5. Verteilungsprinzipien
☸ ☸ ☸ ☸

Zu den ältesten Dokumenten der Mensch­heit, die das Zu­sammen­leben einer Ge­mein­schaft in recht­li­cher Form regeln, ge­hört die Ver­fas­sung des buddhi­sti­schen Ordens [Sangha], der sog. Vinaya. Die Vor­schrif­ten des Vinaya be­han­deln alle Ge­biete, die da­mals im Orden einer recht­li­chen Re­ge­lung be­durf­ten. Die Frage, wie sich die da­mali­gen Vor­schrif­ten zu ent­spre­chen­den Rechts­for­men unse­rer So­zial­ord­nung ver­hal­ten, soll in der fol­gen­den Unter­suchung an eini­gen zen­tra­len Kom­ple­xen ge­prüft werden, nämlich an Straf­aus­schlie­ßungs­grün­den, Mit­glied­schafts­ver­hält­nis­sen und Streit­schlich­tung. Da­bei wird zu zeigen sein, in wie hohem Maße die Re­gelun­gen auf diesen drei Ge­bie­ten ver­nünf­tigen rechts­poli­ti­schen Er­wägun­gen ent­spre­chen und Rechts­grund­sätze von all­ge­mei­ner Be­deu­tung wider­spie­geln. Da der Vinaya noch nicht ins Deut­sche über­setzt ist[2] und da indo­logi­sche Arbei­ten dazu nur spär­lich[3], juri­sti­sche da­gegen über­haupt nicht vor­liegen[4], be­darf es zur Ver­ständ­lich­machung eini­ger hin­leiten­der Aus­füh­run­gen zum Hin­ter­grund des­sen, was wir mit Vor­be­halt „buddhi­sti­sches Kir­chen­recht[5]” nen­nen mögen.


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Friday, May 28. 2010

Wissen & Wandel ( Jgg. 55—98)

Inhaltsverzeichnis der Zeit­schrift des Buddhi­sti­schen Se­mi­nars, »Wis­sen und Wandel«, der Jahre 1955—1998

Ein technisches Experiment zur Ein­bin­dung von Daten­ban­ken in unse­re Seiten. Der Zu­gang ist der­zeit nur ein­ge­schränkt mög­lich. Freunde er­halten die Zu­gangs­daten gerne auf An­frage.


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Tuesday, April 27. 2010

Die Wahrheit vom Leiden

Denkwürdiges

Abgrund
Es geht kein Mensch sehend in den Ab­grund. Nur weil wir den Ab­grund nicht se­hen, ge­ra­ten wir hin­ein. Da­rum ist es das An­lie­gen des Erwachten, alle Ab­grün­de zu zei­gen, auch die ver­bor­ge­nen, die der nor­ma­le Mensch nicht sieht.
Die Wahr­heit vom Lei­den hat der Erwachte nicht ge­zeigt, um uns lei­dig zu stim­men, son­dern um uns vor dem Lei­den zu be­wah­ren.
In alle Lei­den, in die wir ge­ra­ten, ge­ra­ten wir nur, weil wir nicht wuß­ten, daß wir auf einem Weg ins Lei­di­ge hin­ein waren.

(Paul Debes, »Wie überwinde ich das Gefühl der Ein­sam­keit und Ver­las­sen­heit« in: Wissen und Wandel, 56. Jg., Heft 1/2, 2010, S. 36)
 
Monday, April 12. 2010

Christliches Abendland — Ein Nachruf

von Dr. Hellmuth Hecker

 

Erschienen in:
Buddhistische Monatsblätter (1997),
Buddhistische Gesellschaft Hamburg
Copyright © 1995 by
Dr. Hellmuth Hecker

mit freundlicher Genehmigung des Autors

Während man heute gewöhnt ist, nur die Mängel des Chri­sten­tums an­zu­pran­gern, scheint es mir sinn­voll, das Posi­tive her­aus­zu­stel­len, das heute ver­lorenge­gan­gen ist. Ich bin über­zeugt, daß die Men­schen, die nicht ei­nmal aus der christ­li­chen Reli­gion Leit­bilder für ihre Lebens­pra­xis ge­nom­men haben, erst recht nicht be­reit sein werden, den Buddhis­mus sin­nvoll an­zu­wenden. Der große Fehler des moder­nen Menschen ist der Materi­alis­mus und nicht das Un­voll­komme­ne in den Reli­gio­nen. Das Chri­sten­tum war auch zur Zeit seiner Blüte in seiner Theorie wider­sprü­chlich und welt­ver­liebt, aber in der Praxis ihrer reli­giö­sen Nach­folger der buddhi­stischen Läute­rungs­praxis sehr nahe.
Dies alles habe ich mit dem Artikel ein­mal an­ge­sprochen. Meine Über­zeugung, daß der „Buddhis­mus­boom” eher zur Ver­fla­chung als zur Ver­tiefung der Lehre bei­trägt, mag da­hin­ge­stellt bleiben. Sinn­voll ist es nur, die Minder­heit der Menschen an­zu­sprechen, denen es um die Sache der Höher­ent­wicklung und Läute­rung geht — und an die richtet sich mein Artikel.


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Tuesday, April 6. 2010

Das Mettā-Sutta in Übersetzungen IV

Das Mettā-Sutta in der Übersetzung Karl Seidenstückers

Die Liebe – Metta-Suttam

Dies ist es, was ein Mensch, der mit Ge­schick sein Bestes sucht, tun soll, nach­dem er die stil­le Stät­te völ­lig er­kannt hat: Er sei be­fä­higt, auf­rich­tig, ge­wis­sen­haft, will­fäh­rig, sanft und ohne Stolz;

Zufrieden, nicht lästig fal­lend, ohne Sorge, mit wenig Be­dürf­nis­sen, die Sinne be­herrscht, be­son­nen, sit­tsam und nicht gie­rig in den Fa­mili­en.

Er begehe nichts Nie­dri­ges, um des­sent­wil­len ihn an­dere, die klug sind, tadeln könn­ten.

Glücklich und sicher mö­gen alle Wesen sein; mö­gen sie glück­selig Sein!

Was es auch an lebenden Wesen gibt: die sich be­we­gen­den oder die still­ste­hen­den, sie alle, die lan­gen oder die gro­ßen, die mitt­le­ren, die kur­zen, die zar­ten und star­ken,

Die gesehen werden oder die nicht sicht­bar sind, die in der Fer­ne wei­len oder nicht gar fern, die ge­bo­ren sind oder die einer Ge­burt zu­stre­ben: alle We­sen mö­gen glück­selig sein!

Niemand betrüge irgend­wo einen andern noch ver­achte er je­man­den; man wün­sche sich nicht ge­gen­sei­tig aus Zorn oder är­ger­li­chen Ge­dan­ken ir­gend wel­ches Un­glück.

Wie eine Mutter wäh­rend ihres gan­zen Lebens (oder: mit ihrem Leben, āyusā) ihren eige­nen Sohn, ihren ein­zi­gen Sohn, be­schützt, so möge man gegen alle Wesen ein un­be­grenz­tes Ge­müt er­wecken.

Und man erwecke gegen die ganze Welt ein un­be­grenz­tes lie­be­vol­les Ge­müt, un­be­engt, ohne Hass, ohne Feind­se­lig­keit, nach oben, unten und nach allen Seiten.

Stehend, gehend, sitzend oder lie­gend, in­so­fern man frei von Schläf­rig­keit ist, pfle­ge man eifrig die­se Ge­den­ken: dies nennt man hie­nie­den ein Weilen in Gott.

Und wenn jemand, ohne falschen An­sich­ten zu hul­di­gen, tu­gend­haft und mit tiefer Ein­sicht aus­ge­stat­tet, das Ver­lan­gen nach sinn­li­cher Lust über­win­det: der, wahr­lich, geht nicht wieder in den Mut­ter­leib ein.

Karl Seidenstücker

Khuddaka-Pātha — Kurze Texte — Buddhi­sti­sche Volksbibliothek No. 6

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Tuesday, April 6. 2010

Das Mettā-Sutta in Übersetzungen I

Das Mettā-Sutta in einer Fassung von Unbekannt

Den Wesen all,  die atmen hier …

Den Wesen all, die atmen hier,
Geschöpfen aller, jeder Art
— es möge allen wohl ergehn,
nichts Böses ihnen je geschehn.

Glück soll die ganz Welt umfassen,
ich grüße alles, was da lebt.
Ich möchte Segen regnen lassen
und Heil, wie jedes es erstrebt.

Ob groß ein Wesen oder klein,
ob zart, ob machtbegabt, ob schwach
— es mag ein jedes glücklich sein,
in Luft und Land und tief im Bach.

Ob wir es seh’n, ob’s uns entgeht;
im fernen Land, vor unserm Fuß;
ob’s lebt, ob’s an der Pforte steht:
Heil sendet ihm der Heil’gen Gruß.

So wie die Mutter schützt ihr Kind
mit Leib und Leben, opferstill:
So will ich schützen, lieb gesinnt,
was immer lebt und streben will.

Anonymus

Für Hinweise auf den Übersetzer wären wir dankbar.

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Tuesday, April 6. 2010

Das Mettā-Sutta in Übersetzungen

Verschiedene Übersetzungen der Verse Sn 143–152


Namo Tassa Bhagavato Arahato Sammā Sambuddhassa


»Erhabener« — dieser Nam’ ist zugedacht und »Heiliger« dem, der Vollkommen ist Auferwacht.


Das Mettā-Sutta aus der Vers­sammlung Sutta-Nipāta (Sn I.8 — 143–152) ist wohl eines der be­lieb­te­sten und meist­(re)­zitier­ten Suttas über­haupt. Seine Bot­schaft geht zu­herzen — und eben dieses ist seine Bot­schaft: das Herz aus­zu­bilden auf eine Weise, daß die ver­standes­mäßig er­faß­te Bot­schaft des Erwachten zu­herzen gehe — ganz und gar — und es er­weiche, es ge­schmei­dig mache, und stark zu­gleich und fest, durch­läs­sig für das Gute, ohne einen Wider-stand zu bieten, gegen den an das Schlechte kann branden, an ihm zu nagen.

In einer Reihe weite­rer Suttas gleichen oder ähn­li­chen Namens be­geg­net uns dieses selbe Thema in mit­unter hilf­reicher Va­ri­ation. Warum die Übung lie­ben­der Güte — die sich doch in den Lehren allen großen Reli­gi­onen findet — in der Lehre des Erwachten so brei­ten Raum ein­nimmt und durch die nur einem Voll­kommen Erwachten eig­nen­de Lehre weit über­höht wird, dies deutet eine Vers­folge über die »Ent­fal­tung der Liebe« an, die sich iden­tisch im Iti­vut­takam (Iti 27) und dem Ang­uttara Nikāya (A VIII/1) findet und deren erster Vers dort — nach Nyāna­tiloka — lautet:


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Tuesday, November 10. 2009

Brief von Bhante Vimalaramsi

Offener Brief anläßlich des »Streits von Perth«
Quelle: support bhikkhunis

Grüße im Dhamma,

Ich möchte betonen, daß ich mich sehr freue, daß Ajahn Brahm diese Ordination durch­geführt hat, und ich unter­stütze ihn darin hundert­prozentig. Ich finde es erstaun­lich, wie rigide die thai­ländi­sche Bhikkhu­kultur in manchen An­gelegen­heiten sein kann und wie lässig in anderen.

Der Buddhismus ist in Thailand im Schwinden begriffen, weil dort viele Christen auf dem Vor­marsch sind. Dies geschieht, weil die heutigen Bhikkhus lässig in ihrer Praxis von Dhamma und Vinaya sind. Ich weiß dies aus eigener Erfah­rung, da etliche führende thai­ländi­sche Mönche mich gebeten haben, nach Thailand zu kommen, um dort zu lehren. West­liche Mönche scheinen mehr Ein­druck auf die Menschen in Thai­land zu machen. — So wurde es mir jedenfalls gesagt.

Die Bhikkhuni-Ordination ist so wichtig, weil sie die thai­ländi­schen Bhikkhus dazu drängen wird, selbst mit der tat­säch­lichen Praxis des Lehr­studiums und der Medita­tion zu beginnen. — Wenn die Bhikkhunis denn unter­wiesen und ernst­haft re­spek­tiert zu werden wünschen.


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Wednesday, September 9. 2009

Irma Lübcke: Dankbarkeit

»Die buddhistische Tugend der Kataññutā«

 

Horæ Subsicivæ Philosophiæ
»Philosophische Nebenstunden«
Schriftenreihe zu Fragen der menschlichen Existenz

— Band V —
»Dankbarkeit – Die buddhistische Tugend der Kataññutā«

Hrsg: Hellmuth Hecker und Günter Hoog

mit freundlicher Genehmigung der Autorin
zum freien Gebrauch in Forschung und Lehre
Copyright © 1972

»Dankbarkeit«
Die buddhistische Tugend der Kataññutā

Inhalt

  1. Was verstehen wir unter Dankbarkeit?
  2. Warum sind wir dankbar?
  3. Wem sind wir dankbar?
  4. Was wird durch die Dankbarkeit erzeugt und verstärkt?
  5. Was wird durch die Dankbarkeit verhindert?
  6. Was verstehen wir unter umfassender Dankbarkeit?
  7. Warum ist ein Dankbarer nur selten anzutreffen in der Welt?
  8. Wie verhält sich die Dankbarkeit zur Gerechtigkeit?
  9. Ist nicht alles selbst gewirkt? Wozu dann dankbar sein?
  10. Was kann der Undankbare nicht erlangen?
  11. Wem gebührt der höchste Dank?

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